Parolispiel

ChipsParolispiel ist ein Spielsystem beim Roulette. Schaut man einmal in den Duden unter dem Wort Parolispiel, findet man als Definition „Verdopplung des ersten Einsatzes“.
In Wirklichkeit ist Paroli die Bezeichnung einer Karte aus dem Pharospiel. Dabei wird der Karte, die gewonnen hat, eine Ecke nach oben gebogen. Damit signalisiert der Spieler, dass er den Gewinn und den ursprünglichen Einsatz erneut einsetzt. Wenn der Spieler jetzt gewinnt, bekommt er das dreifache des ursprünglichen Einsatzes.
Auf das Roulette bezogen bedeutet das, dass ein Einsatz auf die einfachen Chancen gesetzt wird wie z.B. Rot. Man kann aber auch auf Mehrfach Chancen setzen wie zum Beispiel Dutzend oder Transversale. Das liegt ganz bei der Risikobereitschaft des Spielers ab.
Bleibt die Kugel nun bei Rot liegen, so gewinnt man die Höhe des Einsatzes. Der Gewinn wird jedoch nicht eingezogen, sondern bleibt stehen. Beim zweiten Spiel gewinnt man so, schon das dreifache des Einsatzes. An einem Beispiel. Ein Chip wird auf Rot gesetzt. Die Kugel bleibt bei Rot liegen und man bekommt einen Chip Gewinn. Nun lässt man beide Chips auf Rot liegen. Beim zweiten Spiel bleibt die Kugel wieder bei Rot liegen und man bekommt zwei Chips. Da der Gewinn exponentiell anwächst, sind Parolispieler für Casinos recht gefährlich. Erstens können sie bei einer längeren „Glückssträhne“, also einer z.B. Rotserie, viel Geld gewinnen.

Jedes Spielsystem soll das Ziel sein, dass man nicht mit seinem eigenen Geld spielt sondern mit dem Geld der Anderen bzw. mit dem Geld der Bank. Und genau das ist das, was das Parolispiel ausmacht. Wenn man verliert, dann verliert der Spieler gerade mal einen Chip auch wenn hunderte im Spiel sind. Warum? Nun er spielt einen einzigen Chip und lässt die Gewinne mit stehen, das heißt, er hat nur einen einzigen Chip im Spiel, die restlichen Chips gehören der Bank. Selbst wenn man Paroli über eine lange Zeit spielt und der ein oder andere Verlust dabei ist, ist der Verlust am Ende noch recht überschaubar.
Trotzdem gibt es viele Spieler die sich mit diesem System ruiniert haben. Das lag meistens daran, dass sie versuchen, den Verlust den sie erlitten hatten, wieder rein zu spielen, auch wenn er nicht sehr groß war. Jeder weiß, wenn man versucht auf Krampf zu gewinnen, wird nicht mit einem klaren Kopf spielen und sich somit nicht voll auf das Spiel konzentrieren. Darum sollte man sich von Anfang an im Klaren sein, wie weit man gehen will, wie viel man mit dem Parolispiel gewinnen möchte und wie viel man einsetzt, falls man verliert. Wie man sieht ist eine gewisse Vorüberlegung und Planung unabdinglich um mit  Paroli nicht auf die Nase zu fallen und wirklich Spaß am Roulette zu haben.

Roulette Lexikon

Amerikanisches Roulette – auf dem Tableau sind die Einfachen und Mehrfachen Chancen so angeordnet, dass die Spieler sie selbst bequem erreichen können. Das führt zu einer schnelleren Spielabfolge. Weiterhin hat das amerikanische Roulette neben der einfachen Null noch die Doppel-Null.

Annonce – ist unterteilt in feststehenden Annoncen (Kesselsektoren) und andere Annoncen wie zum Beispiel die ersten Vier Zahlen, den so genannten Top Line.

Bankvorteil – ist ein „eingebauter“ Vorteil für die Bank die bei allen Spielen in einem Casino existiert.

Bout de Table – ist der Croupier der am Kopfende des Tisches sitzt.

Carré – ist das Setzen auf das Kreuz von vier Zahlen die ein Quadrat bilden.

Chaleur – bedeutet Wärme bzw. Hitze. Man redet von Chaleur wenn über einen langen Spielzeitraum nur ein Kesselsektor kommt.

Chancen – werden in Einfache Chancen und Mehrfache Chancen unterteilt. Zu den Einfachen Chancen gehören Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade und Oben/Unten. Zu den Mehrfachen Chancen gehören alle Kombinationen aus mindestens zwei Zahlen so wie Dutzende, Kolonnen und Pleins.

Chefcroupier – überwacht die Spieler, das Spiel und seine Mitarbeiter an einem Tisch. Er ist für den reibungslosen Ablauf des Spiels verantwortlich und klärt Meinungsverschiedenheiten bei Streitsätzen.

RouletteCheval – ist eine Satzmöglichkeit bei der auf zwei Zahlen die nebeneinander oder untereinander auf dem Tableau liegen.

Croupier – ist ein Angestellter einer Spielbank.

D’Alembert, Lean Le Ronde – französischer Mathematiker der die d’Alembert Progression erfunden hat.

Doppelnull (Doppelzero) – gibt es nur beim amerikanischen Roulette. Erscheint die Doppelnull, so werden alle Einsätze auf den Einfachen Chancen eingezogen.

Doublette – nennt man das zweimal hintereinander Erscheinen einer Zahl.

Drehcroupier – ist derjenige, der die Kugel in den Kessel wirft und die Gewinne auszahlt.

Dreiertransversale – ist die Bezeichnung für drei waagerecht nebeneinander stehende Zahlen auf dem Tableau. Insgesamt gibt es 12 Dreiertransversalen.

Drittelchance – ist eine andere Bezeichnung für Dutzende und Kolonnen.

Dutzend – gehört zu den Mehrfach Chancen. Insgesamt gibt es 3 davon. Das 1. Dutzend besteht aus den Zahlen 1 bis 12, das 2. Dutzend aus den Zahlen 13 bis 24 und das 3. Dutzend aus 25 bis 36.

Einfache Chancen – bestehen aus Rot oder Schwarz, Gerade oder Ungerade und Oben oder Unten.

Einheit – bezeichnet den Wert eines Jetons.

Einsatz – ist das, was jeder Spieler auf eine jeweilige Chance gibt. Entweder selber oder er gibt seine Einsätze dem Croupier mit den entsprechenden Annoncen wo der Spieler sie gerne haben will.

ChipsFarbjetons – kommen hauptsächlich beim amerikanischen Roulette vor. So bekommt jeder Spieler seine Jetons in einer anderen Farbe.

Gagnate (Sortante) – ist „die gewinnende Chance“ die nachgesetzt wird.

Gesetz des Drittels (Zwei-Drittel-Gesetz) – oder manchmal auch Gesetz der kleinen Zahlen sagt aus, dass in einer Rotation nur etwa zweidrittel aller Zahlen fallen und davon einige mehrmals.

Gewinn – aus einer Spielbank ist steuerfrei.

Gewinnchancen – sind von allen Glücksspielen beim Roulette am Höchsten. Bei den Einfachen Chancen kommen 98,65% der Einsätze dem Gewinn zu gute und bei den Mehrfach Chancen sind es 97,3%.

Glücksspiel – sind alle Spiele bei denen die Entscheidung über den Fortgang oder den endgültigen Ausgang ausschließlich vom Zufall abhängt.

Handwechsel – bezeichnet die Ablösung, meist nach 15 bis 30 Minuten, des Wurfcroupiers durch einen Kollegen.

Jeton – ist die französische Bezeichnung für die Spielmarken die oft auch als Chips bezeichnet werden.

Kessel – wird aus hochwertigem Holz gefertigt und im Inneren dreht sich eine Scheibe mit den 37 bzw. 38 Zahlenfächern.

Kolonne – ist eine Satzmöglichkeit und gehört zu den Mehrfach Chancen. Dabei wird auf die 12 untereinander stehenden Zahlen auf dem Tabelau gewettet. Es gibt insgesamt drei Kolonnen.

Konzession – ist die staatliche Genehmigung zum Betreiben einer Spielbank.

RouletteKugel – ist beim Roulette weiß und wird aus Elfenbein oder einem bestimmten Kunststoff hergestellt.

Manque – ist eine Satzmöglichkeit und gehört zu den einfachen Chancen. Dabei wird auf die Zahlen 1 bis 18 gesetzt.

Maximum – ist der Höchsteinsatz am Tisch. Dieses wird an jedem Tisch ausgewiesen.

Mehrfache Chancen – umfassen alle Kombinationen aus mindestens zwei Zahlen so wie Dutzende, Kolonnen und Pleins.

Minimum – ist der kleinste Einsatz der an einem Tisch gespielt werden muss.

Nebenzahlen (Nachbarzahlen) – sind die Zahlen, die im Kessel rechts und links einer bestimmten Zahl liegen.

Pair – ist eine Satzmöglichkeit und gehört zu den Einfachen Chancen. Dabei setzt man auf die geraden Zahlen.

Passe – ist eine Satzmöglichkeit und gehört zu den Einfachen Chancen. Dabei setzt man auf die Zahlen 19 bis 36.

Permanenz – zeigt die gefallenen Zahlen an einem Roulettetisch auf.

Platzer – bezeichnet den Verlust des gesamten gespielten Kapitals.

Plein – ist eine Satzmöglichkeit wo auf eine einzelne Zahl gewettet wird. Hierzu zählt auch die Null bzw. die Doppelnull.

Prison – kommt aus dem Französischen und bedeutet sperren. Erscheint die Null, so werden alle Einsätze für die Einfachen Chancen gesperrt. Es greift die so genannte En Prison-Rule. Diese besagt, sollte die Kugel auf die Null fallen, werden die eingesetzten Chips gesperrt und kommen ins Prison. Sie gehören damit weder dem Spieler noch der Bank. Erst der nächste Wurf entscheidet, wer über die Chips verfügen kann. Kommt beim nächsten Wurf die gewählte Chance, wird der gesperrte Einsatz wieder frei und der Spieler kann entscheiden, ob er den Einsatz weiter auf der Chance stehen lässt oder ihn abzieht. Kommt nach der Zero eine andere als die gewählte Chance, gehört der Einsatz der Bank und man hat verloren. Kommt noch einmal die Zero, muss die gewählte Chance zweimal kommen, damit der Einsatz des Spielers wieder frei wird.

Quicktable – ist ein Roulettetisch, an dem der Spieler seine Einsätze selbst tätigen muss, was zu einem schnelleren Spiel führt.

Rateau – bezeichnet den Rechen des Croupiers, mit dem er die verlorenen Jetons vom Tisch zieht.

Rien ne va plus – bedeutet „Nichts geht mehr“ und kommt immer dann, wenn die Kugel in den Kessel geworfen wird. Sobald dieser Satz ertönt, dürfen keine Einsätze mehr getätigt werden.

Rotation – ist ein Spieldurchlauf wo 37 Zahlen gefallen sind.

Saalchef – ist der Verantwortliche für den Spielbetrieb an allen Tischen.

Saladier – ist ein Croupier, der die Jetons nach ihrer Stückgröße sortiert.

Stück – oder Einheit, gibt die Größe bzw. Wert des einzelnen Jetons an.

RouletteTableau – liegt unter dem Roulettekessel oder rechts und links davon. Auf ihm sind die 36 Zahlen, die Null bzw. die Null und Doppelnull angegeben, so wie Dutzende und Kolonnen.

Transversale – ist eine Satzmöglichkeit und gehört zu den Mehrfach Chancen. Es gibt die Dreiertransversale, dabei tippt man auf drei waagerecht nebeneinander liegende Zahlen gleichzeitig, und die Sechsertransversale, bei der man auf sechs Zahlen tippt.

Traube – bezeichnet aneinander hängende Serien die nicht unterbrochen werden, wie zum Beispiel fünfmal nach einander Rot.

Trinkgeld – wird auch oft als Tronc bezeichnet. Die gute Etikette weist darauf hin, wenn man auf eine Zahl gesetzt hat und gewinnt, dass der Croupier ein Trinkgeld in Höhe des Einsatzes bekommt.

Tronc – wird nach einem Punktsystem auf alle Croupiers verteilt. Dabei spielen Art der Tätigkeit und Dauer der Betriebsangehörigkeit eine Rolle.

Voisins – ist das französische Wort für die Nebenzahlen.

Zero – ist das französische Wort für die Null und wird auch als Goldbagger der Bank bezeichnet. Bei Erscheinen der Null werden alle Einsätze auf die Einfachen Chancen gesperrt und alle Einsätze auf die Mehrfach Chancen verlieren und gehen an die Bank.

Roulette Etikette

Etikette ist ein regelgerechtes Sozialverhalten in bestimmten Kreisen. Gut zu wissen aber was hat das mit Roulette zu tun? Sehr viel. Auch im Roulette gibt es eine Etikette. Diese sollte man vor allen in deutschen und österreichischen Spielbanken beherrschen. Es ist nicht so, dass einem strikt vorgeschrieben wird, wie man was machen muss aber es wird gern gesehen, wenn man sich etwas an die Etikette hält. Bei zu groben Verstößen gegen die Etikette kann es sogar sein, dass man gebeten wird, die Spielbank zu verlassen. Was besagt die Etikette aber?
RouletteDas erste worauf man achten sollte, ist die Kleidung. In vielen Spielbanken sieht man die Herren in Anzug mit Krawatte oder Fliege und die Damen in einem Cocktail- oder Abendkleid. Okay ganz so förmlich muss es nicht immer zu gehen. Eine dunkle, saubere (!) Jeans mit Hemd und Businessschuhen bzw. Schuhen die diesen nahe kommen, tun es auch. Man sollte nur die Turnschuhe und jegliche Kopfbedeckung zu Hause lassen, denn das ist alles andere als schick und kann dazu führen, dass man gar nicht erst in das Casino gelassen wird. Die Damen müssen auch nicht unbedingt in einem Abendkleid erscheinen, ein Kostüm oder ein eleganter Rock mit Bluse ist auch in Ordnung. Nur sollte man bei der Wahl der Kleidung darauf achten, dass es kein Discobesuch ist, sondern ein Casino und somit die sportliche Kleidung lieber im Schrank bleiben sollte. Darum für die Frauen, Vorsicht auch bei dem Make-up.
In fast allen Casinos gibt es alkoholische Getränke. Keiner wird einem ein Bier oder ein Glas Whisky übel nehmen, nur wenn es Überhand nimmt, kann es ganz schnell sein, dass man des Hauses verwiesen wird. Essen wird eher selten in den Casinos angeboten, aus dem Grund, dass man mit den Speisen, die Spieltische zu schnell verschmutzt. Und wer will schon an einem klebrigen verdreckten Tisch spielen.
Jedes Spiel hat aber auch noch ein paar eigene Etiketten. So Auch beim Roulette. Es gehört zum guten Ton, dem Croupier bei dem Gewinn, zum Beispiel bei einem Plain, ein Trinkgeld in Höhe des Einsatzes zu geben. Generell gilt, bei großen Gewinnen sollte der Croupier ein Trinkgeld, oder auch Tronc genannt, bekommen. Die Einsätze sollte man nicht unbedingt selber auf den Tisch legen sondern dem Croupier geben und ihm seine Annoncen mitteilen. Es sollte stets ein höflicher Ton angeschlagen werden. Bei einem großen Gewinn ist es selbstverständlich dass man sich freut, jedoch sollte man das nicht so laut raus schreien, dass es das ganze Casino hört. Man sollte also auf die Lautstärke der eigenen Stimme achten. Das gilt auch bei Unterhaltungen mit dem Tischnachbarn. Ein weiterer Punkt ist der Alkohol am Tisch. Keine hat etwas dagegen wenn an den Tischen getrunken wird, solang es in maßen ist. Erstens macht betrunken Roulette spielen keinen Spaß, Zweitens ist es sehr schwer dem Spiel im betrunkenen Zustand zu folgen und Drittens kann man bei zu hohem Alkoholkonsum des Hauses verwiesen werden und gleichzeitig noch ein Hausverbot bekommen. Man sollte auch darauf achten wo man steht. Hat man einen Platz zu nah am Roulettekessel, sollte man sich nicht unbedingt noch auf den Tisch lehnen. Das kann als „Betrug“ gesehen werden und kann zum Hausverbot führen.
Also worauf sollte man unbedingt Wert legen:

  1. legere Kleidung
  2. wenig Alkohol
  3. kein Essen an den Tischen
  4. höflicher Ton mit angemessener Lautstärke
  5. Einsätze vom Croupier legen lassen
  6. Trinkgeld für den Croupier nicht vergessen
  7. nicht zu nah am Roulettekessel aufstützen