Seit Stunden gewinnt er. Was macht er anders als ich? Warum verliere ich ständig und er gewinnt? Sollte ich vielleicht doch mal seine Strategie ausprobieren?
Gedanken die sicher jedem schon mal gekommen sind, der an einem Roulettetisch sitzt und gerade eine „Pechsträhne“ hat. Wenn man das Gefühl hat, es läuft einfach nicht gut, dann sollte man mit dem Spielen aufhören. Nur genau darin liegt das Problem. Im Grunde wollen wir bei einer Pechsträhne aufhören mit Roulette spielen aber machen es nicht. Das liegt nicht daran, weil wir es nicht können, sondern unser Gehirn sagt, noch einmal, dann hast du Glück. Sobald die Kugel in dem Feld landet, auf das wir gesetzt haben, schüttet unser Körper Endorphine aus, was uns in einen glücklichen, wohligen Zustand versetzt. Dieses Gefühl wollen wir immer und immer wieder erleben. Das ist ein Grund, und vielleicht auch der wichtigste überhaupt, warum die meisten Spieler beim Roulette nicht aufhören wollen. Ein anderer Grund ist, der Spieler hält an einer Strategie fest, mit der er immer gut gewonnen hat. Nur diesmal funktioniert es nicht. Somit fängt er an daran zu zweifeln und wird unkonzentriert. Er fängt an Fehler zu machen oder Strategien vielleicht sogar zu mischen. Für Profispieler ist das Mischen von Strategien beim Roulette nicht so das Problem, da sie wissen was sie wann machen oder lassen sollten. Nicht weil sie schon so lange Roulette spielen, sondern weil sie beim Roulette immer einen klaren Kopf bewahren. Sie können ihre Gefühle sehr gut steuern und wissen, wann sie aufhören müssen. Gelegenheitsspieler oder auch Anfänger lassen sich hingegen immer von ihren Gefühlen leiten. Das ist auch verständlich, immerhin soll Roulette ja Spaß machen. Roulette ist ein sehr einfaches und faszinierendes Spiel. Sobald man den ersten Chip gesetzt hat, ist man der kleinen weißen Kugel verfallen. Da keine Gefühle zu zeigen, ist schon fast dein Ding der Unmöglichkeit. Aber man sollte auch daran denken, sobald es keinen Spaß mehr macht, sollte man damit aufhören. Wenn kein Spaß mehr beim Roulette mitspielt, ist auch die Konzentration vorüber und das Pech hat einen fest im Griff.
Ob Pech oder Glück, jeder Spieler ist sein eigener Herr. Daran sollte jeder Spieler denken, der sich an einen Roulettetisch setzt.
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Die Psychologie des Roulettes
Mythen und Irrtümer beim Roulette
Es herrschen viele Mythen und Irrtümer rund ums Roulette. Um ein wenig Licht in den Irrgarten zu bringen, gibt es hier mal ein paar Erklärungen.
Systemspielen ist verboten
Nein. Ein ganz klares Nein. Systemspieler sind in Spielbanken sehr gesehene Gäste. Warum werden sich sicher einige jetzt fragen. Nun diese Spieler spielen oft mit sehr hohen Einsätzen. Ob sie am Ende auch gewinnen ist erstmal zweitens, aber wenn sie verlieren, dann einen meist sehr hohen Betrag. Natürlich kommt es auch drauf an mit welchem System man spielt. Kesselgucker zum Beispiel sind nicht wirklich gern gesehene Gäste. Dies liegt aber daran, dass man mit diesem System, wenn man es richtig gut drauf hat und auch alle dazu gehörigen Faktoren richtig berücksichtigt, richtig viel Geld verdienen kann. Kesselgucker werden daher meist der Spielbank verwiesen. Alle anderen Systeme sind aber kaum ein Problem für die Spielbanken. Ein Grund dafür sind die Tischlimits. Diese gibt es nicht zum Spaß. Damit wollen die Spielbanken versuchen, den Systemspielern eine Grenze zu setzen um so einen Vorteil für sich selbst zu erzielen und um sich gegen die Systemspieler zu schützen. Also ist der Irrtum – Systemspielen ist verboten – widerlegt.
Alle Rouletteräder sind gleich
Auch hier ein ganz klares Nein. Betrachtet man sich einmal das französische und das amerikanische Roulette ein wenig genauer, fällt auf, dass es bei dem amerikanischen Roulette einmal die einfache Null und einmal die doppelte Null gibt. Somit braucht man schon allein für das amerikanische Roulette einen anderen Kessel als für das französische Roulette. Was damit diesen Mythus aus der Welt schafft.
Roulette kann man mit Mathematik schlagen
Wieder ein klares Nein. Die Mathematik im besonderen die Wahrscheinlichkeitslehre, kann einen gewissen Vorteil bringen, das mag gut sein aber man kann nicht mit einem mathematischen System im Roulette gewinnen. Denn es gibt zu viele Faktoren die man dabei mit einberechnen müsste. Wie zum Beispiel die Geschwindigkeit des Kessels. Da diese aber bei jedem Anschieben etwas anders ist, ist es schwierig da genaue Werte zu bekommen. Auch standardisierte Werte bringen einen da nicht wirklich weiter. Jeder Kessel hat eine so genannte Fehlertoleranz. Diese Toleranz ist aber bei jedem Kessel anders. Das sind aber nur ein paar Faktoren. Alle auf zu zählen, würde hier zu weit führen. Auch wenn man alle Faktoren kennen würde, wäre man zu lang damit beschäftigt alles zusammen zu rechnen und aus zu rechnen und das Spiel wäre schon lang wieder vorbei. Man kann mit der Mathematik natürlich einen gewissen Vorteil bekommen, in dem man ungefähr weiß wie oft welche Zahl gefallen ist aber wirklich schlagen, kann man Roulette mit der Mathe auf keinen Fall.
Unausgeglichener Kessel
Alle seriösen Spielbanken prüfen ihre Roulettekessel vor jedem Spieleinsatz. Falls sie feststellen, dass das Rouletterad nicht richtig läuft, wird es noch einmal neu eingestellt. Nur wirklich ausgeglichene Roulettekessel werden in den Spielbetrieb übernommen. Also auch dies ist nur ein Mythos.