Das Martingalespiel oder kurz Martingale, ist eine Satztechnik beim Glücksspiel. Heute wird sie hauptsächlich beim Roulette angetroffen. Dabei wird bei jedem Verlust der Einsatz um einen Chip erhöht. Die Einsätze werden auf die einfachen Chancen gesetzt, wie zum Beispiel Schwarz oder Rot. Um es etwas anschaulicher zu machen hier mal ein Beispiel. Man setzt einen Chip auf Schwarz. Die Kugel landet auf einer roten Zahl, somit hat man seinen Einsatz verloren. Beim nächsten Coup setzt man zwei Chips auf Schwarz. Die Kugel landet bei einer schwarzen Zahl. Somit gewinnt man vier Chips. Abzüglich des Einsatzes von den beiden Coups hat man am Ende ein Gewinn von einem Chip. Das klingt jetzt vielleicht nicht all zu viel aber wenn man das über mehrere Coups macht und dabei auch gut auf die Kugel achtet oder die Progression mit einbezieht, kann seine eventuellen Verluste wieder rein spielen und am Ende mit einem guten plus vom Tisch gehen. Wichtig ist aber noch zu sagen, dass man das Martingalespiel nicht bis ins Unendliche treiben kann. Daran hindert einen das Tischlimit.
Hierzu mal noch ein kleines Beispiel. Man setzt einen Chip im Wert von 10€. Nach Verlust erhöht man auf 20€, danach auf 40€, 80€, 160€ usw. Man verdoppelt also immer seinen Einsatz. Bei einem Tischlimit von 20.500€ kann man also maximal 12 mal erhöhen. Und nun ein kleines interessantes Rechenbeispiel. Die Wahrscheinlichkeit ein einziges Spiel zu verlieren, liegt bei 19/37 also bei rund 51% (51,351%). Auf die 12 Spiele gesehen, ergibt sich somit ein Wert von 0,0336% ((19/37)12). Anders ausgedrückt, die Gewinnchance mit Martingale für die 12 Spiele liegt bei 99,9664%.
Wer jetzt aber denkt, die Bank hat etwas gegen solche Spieler, der irrt. Ganz im Gegenteil, die Bank schätzt solche Spieler sogar. Erstens hat die Bank nur die kleinste Einheit zu verlieren und zweitens gibt es da ja auch noch die Null. Das heißt aber nicht, dass man mit diesem System nur verliert.
Mit diesem System kann man, mit etwas Glück, trotzdem viel Geld gewinnen. Aber es ist auch Vorsicht geboten. Wird man zu gierig, kann dieses System einen ganz schnell in den Ruin treiben.
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Martingalespiel
Parolispiel
Parolispiel ist ein Spielsystem beim Roulette. Schaut man einmal in den Duden unter dem Wort Parolispiel, findet man als Definition „Verdopplung des ersten Einsatzes“.
In Wirklichkeit ist Paroli die Bezeichnung einer Karte aus dem Pharospiel. Dabei wird der Karte, die gewonnen hat, eine Ecke nach oben gebogen. Damit signalisiert der Spieler, dass er den Gewinn und den ursprünglichen Einsatz erneut einsetzt. Wenn der Spieler jetzt gewinnt, bekommt er das dreifache des ursprünglichen Einsatzes.
Auf das Roulette bezogen bedeutet das, dass ein Einsatz auf die einfachen Chancen gesetzt wird wie z.B. Rot. Man kann aber auch auf Mehrfach Chancen setzen wie zum Beispiel Dutzend oder Transversale. Das liegt ganz bei der Risikobereitschaft des Spielers ab.
Bleibt die Kugel nun bei Rot liegen, so gewinnt man die Höhe des Einsatzes. Der Gewinn wird jedoch nicht eingezogen, sondern bleibt stehen. Beim zweiten Spiel gewinnt man so, schon das dreifache des Einsatzes. An einem Beispiel. Ein Chip wird auf Rot gesetzt. Die Kugel bleibt bei Rot liegen und man bekommt einen Chip Gewinn. Nun lässt man beide Chips auf Rot liegen. Beim zweiten Spiel bleibt die Kugel wieder bei Rot liegen und man bekommt zwei Chips. Da der Gewinn exponentiell anwächst, sind Parolispieler für Casinos recht gefährlich. Erstens können sie bei einer längeren „Glückssträhne“, also einer z.B. Rotserie, viel Geld gewinnen.
Jedes Spielsystem soll das Ziel sein, dass man nicht mit seinem eigenen Geld spielt sondern mit dem Geld der Anderen bzw. mit dem Geld der Bank. Und genau das ist das, was das Parolispiel ausmacht. Wenn man verliert, dann verliert der Spieler gerade mal einen Chip auch wenn hunderte im Spiel sind. Warum? Nun er spielt einen einzigen Chip und lässt die Gewinne mit stehen, das heißt, er hat nur einen einzigen Chip im Spiel, die restlichen Chips gehören der Bank. Selbst wenn man Paroli über eine lange Zeit spielt und der ein oder andere Verlust dabei ist, ist der Verlust am Ende noch recht überschaubar.
Trotzdem gibt es viele Spieler die sich mit diesem System ruiniert haben. Das lag meistens daran, dass sie versuchen, den Verlust den sie erlitten hatten, wieder rein zu spielen, auch wenn er nicht sehr groß war. Jeder weiß, wenn man versucht auf Krampf zu gewinnen, wird nicht mit einem klaren Kopf spielen und sich somit nicht voll auf das Spiel konzentrieren. Darum sollte man sich von Anfang an im Klaren sein, wie weit man gehen will, wie viel man mit dem Parolispiel gewinnen möchte und wie viel man einsetzt, falls man verliert. Wie man sieht ist eine gewisse Vorüberlegung und Planung unabdinglich um mit Paroli nicht auf die Nase zu fallen und wirklich Spaß am Roulette zu haben.
Roulette Spielsysteme
Roulette-Systeme sind Methoden um beim Roulette systematisch zu Gewinnen. Den Versuch das perfekte System zu entwickeln, gibt es schon seit 250 Jahren.
In der Praxis gibt es keine Systeme die auf lange Sicht erfolgreich sind aber es gibt immer wieder Spieler, die durch Systeme versuchen, ihren Gewinn zu optimieren. Solche Systeme nutzen bekannte Abweichungen wie etwa Kesselfehler. Diese werden zwar mechanisch hergestellt aber jeder weiß, dass es auch in der mechanischen Herstellung Toleranzgrenzen gibt. Um so etwas jedoch erhaus zu bekommen, muss man den Roulettetisch lange beobachten, denn solche Toleranzen sind nicht bei allen Kesseln gleich und werden selbstverständlich auch nicht veröffentlicht.
Es gibt eine Vielzahl von Systemen, hier nur mal eine kleine Auswahl:
d’Alembert
Bei der d’ Alembert – Progression wettet am auf die einfachen Chancen. Meist auf Rot oder Schwarz oder auf Gerade oder Ungerade. Als erstes wird eine Satzhöhe von z.B. 10 Jetons festgelegt. Diese ist aber frei wählbar. Nach einem Verlust wird die Satzhöhe um 1 Jeton erhöht also auf 11 Jetons. Bei einem Gewinn wird die Satzhöhe um 1 Jeton gesenkt auf 9. Über einen langen Zeitraum können Gewinne gemacht werden, ohne der Gefahr zu laufen gleich alles zu verlieren. Sollte dies trotzdem passieren, kann dieser Verlust durch vorherige Gewinne ausgeglichen werden. Das einzige was in diesem System jedoch nicht beachtet wird ist die Null. Also auch hier ist Glück gefragt, damit das System funktioniert.
Contre d’Alembert wird genau umgekehrt gespielt wie d’Alembert-Progression. Dabei wird nach einem Verlust der Einsatz um einen Jeton gesenkt und nach einem Gewinn um einen Jeton erhöht. Dieses System funktioniert aber nur dann gut, wenn nach dem Ausgleich der Verluste oder bei einem geringen Überschuss wieder mit der Anfangssatzhöhe gespielt wird.
Guetting Progression
Bei diesem System versucht man Gewinne mit hohen Sätzen und Verluste mit niedrigen Sätzen zu erzielen. Dabei gibt es mehrere Stufen mit unterschiedlichen Einsätzen. Der Höchstsatz liegt bei 40 Jetons. Dabei sieht das Satzschema wie folgt aus:
- Stufe 2 Jetons
- Stufe 3, 4, 6 Jetons
- Stufe 8, 12, 16 Jetons
- Stufe 20, 30, 40 Jetons
Der erste Satz wird auf der ersten Stufe gespielt, also man fängt mit 2 Jetons an. Wird dieser Satz zweimal hinter einander gewonnen, so geht man auf die 2. Stufe über und setzt nun 3 Jetons. Das geht so weit, bis man bei 40 Jetons angekommen ist. Man muss also den Satz zweimal hinter einander gewonnen haben bis man zum nächsten Satz übergeht.
Gewinnt man einen Satz und verliert anschließend, dann wird der nächste Satz mit dem gleichen Einsatz noch einmal gespielt. Verliert man jedoch einen Satz, so geht man auf das erste Glied der nächst niedrigeren Stufe zurück. Hat man also mit 30 Jetons gespielt und verloren, so geht man auf die 3. Stufe zurück und spielt das nächste Spiel mit 8 Jetons.
Dieses System ist bei einer „Glückssträhne“ sehr erfolgreich. Bei einem eher schlechteren Lauf hält sich der Verlust jedoch in Grenzen.
Paroli
Beim Paroli fängt der Spieler mit dem kleinsten Einsatz an. Er setzt meist auf eine der einfachen Chancen, da dort die Wahrscheinlichkeit höher liegt als auf eine bestimmte Zahl zum Beispiel. Gewinnt der Spieler, so lässt er seinen ursprünglichen Einsatz und den Gewinn liegen. Das macht er so lange, bis er sein Gewinnziel erreicht hat. Verliert er jedoch, bevor er sein Ziel erreicht hat, so fängt er wieder von vorne an.
Verdoppeln (Martingalespiel bzw. Martingale)
Beim Verdoppeln wird auf die einfachen Chancen getippt. Man setzt entweder auf Schwarz oder Rot, Gerade oder Ungerade oder auf Hoch oder Niedrig. Das System hat für wenige Runden Erfolg nur auf längere Sicht hin, wird man damit nie viel Geld gewinnen. Man kann vom Glück sagen, wenn man nach mehreren Runden seinen Einsatz wieder erspielt hat. Das ist aber eher die Ausnahme, denn wenn die Null kommt, hat man schon verloren, da sie zu keiner der drei Chancen gehört.
Zwei-Drittel-Gesetz
Beim Zwei-Drittel-Gesetz, oder Gesetz des Drittels manchmal sogar als Gesetz der kleinen Zahlen bezeichnet, versucht der Spieler anhand einer Rotation heraus zu finden, welche Zahlen gespielt werden. Eine Rotation ist ein Spieldurchlauf wo 37 Zahlen gefallen sind. Anhand dieser Zahlen kann man feststellen, dass nur etwa zweidrittel aller Zahlen gefallen sind und davon einige mehrmals. Wenn man aber nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung geht, müsste, nach 37 Coups, jede Zahl mindestens einmal gespielt werden. Das ist aber nicht der Fall und verleitet viele Spieler jedoch immer wieder zu falschen Schlussfolgerungen.