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Die Psychologie des Roulettes

Roulette18Seit Stunden gewinnt er. Was macht er anders als ich? Warum verliere ich ständig und er gewinnt? Sollte ich vielleicht doch mal seine Strategie ausprobieren?
Gedanken die sicher jedem schon mal gekommen sind, der an einem Roulettetisch sitzt und gerade eine „Pechsträhne“ hat. Wenn man das Gefühl hat, es läuft einfach nicht gut, dann sollte man mit dem Spielen aufhören. Nur genau darin liegt das Problem. Im Grunde wollen wir bei einer Pechsträhne aufhören mit Roulette spielen aber machen es nicht. Das liegt nicht daran, weil wir es nicht können, sondern unser Gehirn sagt, noch einmal, dann hast du Glück. Sobald die Kugel in dem Feld landet, auf das wir gesetzt haben, schüttet unser Körper Endorphine aus, was uns in einen glücklichen, wohligen Zustand versetzt. Dieses Gefühl wollen wir immer und immer wieder erleben. Das ist ein Grund, und vielleicht auch der wichtigste überhaupt, warum die meisten Spieler beim Roulette nicht aufhören wollen. Ein anderer Grund ist, der Spieler hält an einer Strategie fest, mit der er immer gut gewonnen hat. Nur diesmal funktioniert es nicht. Somit fängt er an daran zu zweifeln und wird unkonzentriert. Er fängt an Fehler zu machen oder Strategien vielleicht sogar zu mischen. Für Profispieler ist das Mischen von Strategien beim Roulette nicht so das Problem, da sie wissen was sie wann machen oder lassen sollten. Nicht weil sie schon so lange Roulette spielen, sondern weil sie beim Roulette immer einen klaren Kopf bewahren. Sie können ihre Gefühle sehr gut steuern und wissen, wann sie aufhören müssen. Gelegenheitsspieler oder auch Anfänger lassen sich hingegen immer von ihren Gefühlen leiten. Das ist auch verständlich, immerhin soll Roulette ja Spaß machen. Roulette ist ein sehr einfaches und faszinierendes Spiel. Sobald man den ersten Chip gesetzt hat, ist man der kleinen weißen Kugel verfallen. Da keine Gefühle zu zeigen, ist schon fast dein Ding der Unmöglichkeit. Aber man sollte auch daran denken, sobald es keinen Spaß mehr macht, sollte man damit aufhören. Wenn kein Spaß mehr beim Roulette mitspielt, ist auch die Konzentration vorüber und das Pech hat einen fest im Griff.
Ob Pech oder Glück, jeder Spieler ist sein eigener Herr. Daran sollte jeder Spieler denken, der sich an einen Roulettetisch setzt.

Martingalespiel

RouletteDas Martingalespiel oder kurz Martingale, ist eine Satztechnik beim Glücksspiel. Heute wird sie hauptsächlich beim Roulette angetroffen. Dabei wird bei jedem Verlust der Einsatz um einen Chip erhöht. Die Einsätze werden auf die einfachen Chancen gesetzt, wie zum Beispiel Schwarz oder Rot. Um es etwas anschaulicher zu machen hier mal ein Beispiel. Man setzt einen Chip auf Schwarz. Die Kugel landet auf einer roten Zahl, somit hat man seinen Einsatz verloren. Beim nächsten Coup setzt man zwei Chips auf Schwarz. Die Kugel landet bei einer schwarzen Zahl. Somit gewinnt man vier Chips. Abzüglich des Einsatzes von den beiden Coups hat man am Ende ein Gewinn von einem Chip. Das klingt jetzt vielleicht nicht all zu viel aber wenn man das über mehrere Coups macht und dabei auch gut auf die Kugel achtet oder die Progression mit einbezieht, kann seine eventuellen Verluste wieder rein spielen und am Ende mit einem guten plus vom Tisch gehen. Wichtig ist aber noch zu sagen, dass man das Martingalespiel nicht bis ins Unendliche treiben kann. Daran hindert einen das Tischlimit.
Hierzu mal noch ein kleines Beispiel. Man setzt einen Chip im Wert von 10€. Nach Verlust erhöht man auf 20€, danach auf 40€, 80€, 160€ usw. Man verdoppelt also immer seinen Einsatz. Bei einem Tischlimit von 20.500€ kann man also maximal 12 mal erhöhen. Und nun ein kleines interessantes Rechenbeispiel. Die Wahrscheinlichkeit ein einziges Spiel zu verlieren, liegt bei 19/37 also bei rund 51% (51,351%). Auf die 12 Spiele gesehen, ergibt sich somit ein Wert von 0,0336% ((19/37)12). Anders ausgedrückt, die Gewinnchance mit Martingale für die 12 Spiele liegt bei 99,9664%.
Wer jetzt aber denkt, die Bank hat etwas gegen solche Spieler, der irrt. Ganz im Gegenteil, die Bank schätzt solche Spieler sogar. Erstens hat die Bank nur die kleinste Einheit zu verlieren und zweitens gibt es da ja auch noch die Null. Das heißt aber nicht, dass man mit diesem System nur verliert.
Mit diesem System kann man, mit etwas Glück, trotzdem viel Geld gewinnen. Aber es ist auch Vorsicht geboten. Wird man zu gierig, kann dieses System einen ganz schnell in den Ruin treiben.

Parolispiel

ChipsParolispiel ist ein Spielsystem beim Roulette. Schaut man einmal in den Duden unter dem Wort Parolispiel, findet man als Definition „Verdopplung des ersten Einsatzes“.
In Wirklichkeit ist Paroli die Bezeichnung einer Karte aus dem Pharospiel. Dabei wird der Karte, die gewonnen hat, eine Ecke nach oben gebogen. Damit signalisiert der Spieler, dass er den Gewinn und den ursprünglichen Einsatz erneut einsetzt. Wenn der Spieler jetzt gewinnt, bekommt er das dreifache des ursprünglichen Einsatzes.
Auf das Roulette bezogen bedeutet das, dass ein Einsatz auf die einfachen Chancen gesetzt wird wie z.B. Rot. Man kann aber auch auf Mehrfach Chancen setzen wie zum Beispiel Dutzend oder Transversale. Das liegt ganz bei der Risikobereitschaft des Spielers ab.
Bleibt die Kugel nun bei Rot liegen, so gewinnt man die Höhe des Einsatzes. Der Gewinn wird jedoch nicht eingezogen, sondern bleibt stehen. Beim zweiten Spiel gewinnt man so, schon das dreifache des Einsatzes. An einem Beispiel. Ein Chip wird auf Rot gesetzt. Die Kugel bleibt bei Rot liegen und man bekommt einen Chip Gewinn. Nun lässt man beide Chips auf Rot liegen. Beim zweiten Spiel bleibt die Kugel wieder bei Rot liegen und man bekommt zwei Chips. Da der Gewinn exponentiell anwächst, sind Parolispieler für Casinos recht gefährlich. Erstens können sie bei einer längeren „Glückssträhne“, also einer z.B. Rotserie, viel Geld gewinnen.

Jedes Spielsystem soll das Ziel sein, dass man nicht mit seinem eigenen Geld spielt sondern mit dem Geld der Anderen bzw. mit dem Geld der Bank. Und genau das ist das, was das Parolispiel ausmacht. Wenn man verliert, dann verliert der Spieler gerade mal einen Chip auch wenn hunderte im Spiel sind. Warum? Nun er spielt einen einzigen Chip und lässt die Gewinne mit stehen, das heißt, er hat nur einen einzigen Chip im Spiel, die restlichen Chips gehören der Bank. Selbst wenn man Paroli über eine lange Zeit spielt und der ein oder andere Verlust dabei ist, ist der Verlust am Ende noch recht überschaubar.
Trotzdem gibt es viele Spieler die sich mit diesem System ruiniert haben. Das lag meistens daran, dass sie versuchen, den Verlust den sie erlitten hatten, wieder rein zu spielen, auch wenn er nicht sehr groß war. Jeder weiß, wenn man versucht auf Krampf zu gewinnen, wird nicht mit einem klaren Kopf spielen und sich somit nicht voll auf das Spiel konzentrieren. Darum sollte man sich von Anfang an im Klaren sein, wie weit man gehen will, wie viel man mit dem Parolispiel gewinnen möchte und wie viel man einsetzt, falls man verliert. Wie man sieht ist eine gewisse Vorüberlegung und Planung unabdinglich um mit  Paroli nicht auf die Nase zu fallen und wirklich Spaß am Roulette zu haben.